Tour de Maik: Sandsteinbrüche Obernkirchen

Sandsteinbruch in ObernkirchenDer heimische Bundestagsabgeordnete nutzte die sitzungsfreie Zeit, um sich umfassend über Unternehmen und Projekte in seinem Wahlkreis zu informieren. „Seit meinem Einzug in den Deutschen Bundestag hat es mich immer wieder beeindruckt, wie viele Schaumburgerinnen und Schaumburger, die bei mir zu Besuch waren, auf dem Rundgang durch den Bundestag erwähnten, dass es hier zum Teil Obernkirchener Sandstein ist, der dort verbaut wurde.“

„Nun war es an der Zeit, sich davon ein Bild zu machen, wo und wie der Stein in meinem Wahlkreis abgebaut wird“, so der Abgeordnete nach seinem Besuch. Geschäftsführer Klaus J. Köster erörterte dem heimischen Bundestagsabgeordneten und weiteren Mitgliedern der CDU-Obernkirchen, zum einen den Abbau und zum anderen die Produktion der Sandsteinprodukte sowie deren Einsatz. „Als einer der ältesten aktiven Steinbrüche der Welt beliefern wir seit 1.000 Jahren Firmen und Projekte in ganz Europa. Große Baumeister und Architekten haben seit dieser Zeit beeindruckende Gebäude mit unserem Sandstein erstellt. Jeder einzelne Obernkirchener Sandstein ist ein originales Stück mittelalterlicher, europäischer Baugeschichte“, so Köster. „Seit dem Mittelalter ist Obernkirchener Sandstein ein Produkt der Hanse. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert begann der intensive Export nach ganz Europa,“ so Köster weiter.

In der Produktion konnte Maik Beermann einen Eindruck davon gewinnen, wie modern die Produktion der einzelnen Bauwerke erfolgt. „Was früher durch schwerste Handarbeit gefertigt wurde, wird heute von modernsten Fertigungsanlagen hergestellt. Aber noch immer werden auch filigranste Arbeiten nach traditioneller Handwerkskunst von unseren Steinmetzen in Obernkirchen erstellt“, führt Herr Köster fort.

Auf einer Erkundungsfahrt konnte der Abgeordnete neben dem Abbau des Sandsteines auch die Saurierspuren bewundern. „Seit der Entdeckung der neusten Saurierspuren im Jahre 2008, ist unser Steinbruch auch in der Paläontologie weltweit bekannt geworden. Wir zeigen der Öffentlichkeit diesen mehrmals im Jahr um die Eindrücke weiterzugeben“, so der Geschäftsführer. Ebenso zeigte sich Beermann davon begeistert, dass auf dem Steinbruchareal eine Muffelherde beheimatet ist und dass es beispielhaft ist, wie an bereits renaturierten Flächen, die Natur wieder Einhalt gebietet.

„Es ist sehr beeindruckend gewesen, den Abbau und die Fertigung in Obernkirchen erleben zu dürfen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aus den großen Steinplatten, feine Wandverkleidungen oder Skulpturen erschaffen werden“, fasste Beermann seine Eindrücke zusammen.