Tour de Maik: Sorgen im Handwerk ernst nehmen

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann den Metallbaubetrieb Bade & Jezek in Liebenau und machte sich, gemeinsam mit Mitgliedern der CDU, darunter dem CDU-Vorsitzenden Alfred Plate, sowie der Bürgermeisterin Liebenaus Margit Schmidt, einen Eindruck des Produktportfolios des Metallbaubetriebes. Die Digitalisierung, der Fachkräftemangel, der Meisterbrief und die Meisterprämie prägten die Diskussion.

Firmeninhaber Claus Jezek führte die Gäste durch sein Unternehmen und stellte dieses vor: „Gemeinsam mit meinem Partner habe ich 1979 die Betrieb in Liebenau gegründet, 1981 haben wir den jetzigen Standort bezogen. Derzeit beschäftigen wir 10 Mitarbeiter. Wir haben uns auf den Treppen- und Geländerbau spezialisiert und arbeiten hier insbesondere auf individuellen Kundenwunsch.“ Besonders erfreulich für das Unternehmen war es, das seit dem 1. April 2016 Holger Ahrens mit in die Geschäftsführung eingestiegen ist. „Holger war der erste Auszubildende in unserem Unternehmen und ist seit dem bei uns im Hause gewesen“, hob Jezek die besondere Verbundenheit hervor.

Nach dem Rundgang schloß sich das Gespräch an, in dem Claus Jezek auch auf die Chancen der Digitalisierung des Handwerkes hinwies: „Die planerische Arbeit wird fast nur noch am Computer erledigt. Wichtig ist ein guter Breitbandausbau auch auf dem Land.“ Die seit dem 14. Mai abrufbare Meisterprämie wurde als grundsätzlich positiv gesehen. 4.000 Euro Prämie können sich Absolventinnen und Absolventen mit einem Meisterabschluss im Handwerk bis Ende 2019 bei der NBank abholen. Sie soll auch den Start bei eigener Betriebsgründung erleichtern und die Belastung durch die teure Meisterprüfung mildern.

„Der Fachkräftemangel ist am Ende jedoch der Punkt, der uns am meisten belastet“, gab Jezek Beermann mit auf den Weg. Ohne ausreichend Köpfe im Handwerk, gestalte sich die Zukunft schwierig. Beermann widersprach nicht, „schließlich wisse er selbst, als jemand der eine eine Berufsausbildung gemacht hat, dass der Akademisierungswahn definitiv nicht nur Vorteile mit sich gebracht hat und politisch dringend etwas für die berufliche Ausbildung – gerade auch im Handwerk – getan werden müsse.“