Vorschlag aus Thüringer schlechter geeignet

Kürzlich informierte der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) über den Vorschlag der Landesregierung Thüringens im Rahmen der Antragskonferenz die Gleichstromtrasse SuedLink – entgegen der Vorschläge von TenneT – wieder weiter Richtung Westen zu verlegen und damit erneut die Landkreise Nienburg und Schaumburg zu treffen. Dieser Vorschlag wurde nun gutachterlich geprüft und für schlechter geeignet befunden.

Beermann erklärt: „Nachdem der Vorschlag Thüringens auf dem Tisch lag, hat die Bundesnetzagentur dem Unternehme TenneT den Auftrag gegeben, diesen Vorschlag mit den eigenen Vorschlägen zu vergleichen. Dieses Gutachten wurde am 6. Dezember fertiggestellt und der Bundesnetzagentur übergeben. Die Bundesnetzagentur hat nun festgestellt, dass das Gutachten den Anforderungen des Prüfauftrages entspreche und alle fachlichen Kriterien einhalte.

TenneT kommt in dem Gutachten zum Schluss, dass sich die entsprechenden Räume, die durch den Freistaat Thüringen vorgeschlagen wurden, als vergleichsweise nicht geeignet für eine Erdkabel-Verbindung herausgestellt haben. Die bisher von TenneT vorgeschlagenen Erdkabelkorridore weisen im Vergleiche zur Alternative aus Thüringen eine bessere Eignung auf. Der Vorschlag Thüringens erreicht bei der Prüfung 70 Konfliktstellen, der bisherige Antrag von Tennet hingegen mit 41 Stellen wesentlich weniger. Drei der 70 Konfliktstellen gelten zudem als ‚rote Riegel‘, also besonders konfliktbehaftete Gebiete, die nicht einmal durch eine Erdverkabelung gelöst werden können. Der bisherige Antrag von Tennet hat keinen solchen Riegel.“

Die Bundesnetzagentur wird die Ergebnisse des Gutachtens nun bewerten und entscheiden, ob das vom Freistaat Thüringen vorgeschlagene alternative Erdkabelkorridornetz für die anstehende Unterlagenerstellung nach § 8 NABEG (Netzausbaubeschleunigungsgesetz) berücksichtigt oder von der weiteren Betrachtung ausgeschlossen werden soll.

„Eine gute Nachricht für Nienburg und das Schaumburger Land. Die Bemühungen aller Beteiligten vom Runden Tisch SuedLink und den zahlreichen Einsendungen und Stellungnahmen im ersten Abwägungsprozess wurden durch die Initiative aus Thüringen nicht untergraben und haben durch das Gutachten nochmal die Bestätigung ihrer sachlichen Korrektheit erfahren“, so Beermann. „Ich werde weiterhin am Thema dran bleiben und stehe im Kontakt mit TenneT, um die neuesten Entwicklungen zeitnah mitzunehmen und rechtzeitig zu informieren.“