Wir stehen zur deutschen Landwirtschaft!

Ich habe zu Tisch gebeten. Auf meine Einladung kam Albert Stegemann Bundestagsabgeordneter, Freund und Landwirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nach Loccum.

Gemeinsam diskutierten wir mit über 60 Landwirten und landwirtschaftspolitisch interessierten Gästen aus Nienburg und Schaumburg über aktuelle Probleme in der Landwirtschaftspolitik. Als heimischer Bundestagsabgeordneter ist es mir wichtig, direkt über Probleme zu sprechen. Gerade die Landwirte in unserer Region sehen sich momentan mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, für die wir als Große Koalition Verantwortung tragen, weshalb ich zu diesem persönlichen Austausch eingeladen habe. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich meinen Kollegen Albert Stegemann dafür als Experten gewinnen konnte, damit die Stimmen der Landwirte direkt an den richtigen Empfänger gehen.

Besonders die Messung der Nitratbelastung im Grundwasser und damit die Ausweisung der sogenannten roten Gebiete standen im Mittelpunkt der Diskussion. Ich bin froh, dass Kollegen wie Christian Fühner und Frank Schmädeke im Niedersächsischen Landtag sich dafür eingesetzt haben, dass wir transparenter in Bezug auf die Messstellen zu den roten Gebieten werden. Hätten wir allerdings am Montag keinen Kompromiss in Hannover gefunden, dann hätte uns die EU Kommission die Vorgaben direkt gemacht. Das niedersächsische Umweltministerium muss jetzt liefern und der anstehende Prozess muss transparent und offen verlaufen. Das Thema Landwirtschaft wird jetzt auch in Berlin zur Chefsache. Die Bundeskanzlerin wird, insbesondere als Reaktion der tausenden von Landwirten, die auf die Straßen gehen, das Heft in die Hand nehmen. Dies ist ganz wichtig, um die Differenzen zwischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium zu beheben.
Die Landwirte in der Runde wollen in all den Diskussionen, neuen Richtlinien und Verordnungen vor allem eines: Sie brauchen eine klare Strategie und Vision, wo Landwirtschaft in Deutschland hin soll. Nur so können wir junge Leute auch weiterhin für die Landwirtschaft begeistern und dem Höfesterben entgegenwirken. Die Demonstrationen, der Druck auf der Straße und beispielsweise auch die Sternfahrten nach Berlin, helfen, dass auch unser Koalitionspartner in Berlin bemerkt, wie dringend die Diskussion über landwirtschaftliche Themen ist. Einen größeren Schwerpunkt werden wir künftig entsprechend auf Tierwohl und artgerechte Haltung legen. Aber eines ist klar: Wenn die Gesellschaft eine Umstrukturierung in diesem Punkt haben möchte, dann muss diese es auch finanzieren. Dies darf nicht einfach auf dem Rücken des Landwirte geschehen.
Weitere Themen des Austauschs waren der Pflanzen- und Insektenschutz. Wir müssen insgesamt dafür Sorge tragen, dass ideologiefrei und wissenschaftsbasiert über landwirtschaftliche Themen debattiert wird. Von NGOs getriebene ideologische Kampagnen, die der Landwirtschaft schaden sollen, müssen wir uns klar entgegenstellen. Negative und skandalisierende Inhalte werden heute viel mehr geteilt und verbreitet als positive Berichterstattung. Ich werde auch künftig mit den Landwirten in der Region im Gespräch bleiben. Da Vertreter der Landvölker Mittelweser und Weserbergland aufgrund terminlicher Überschneidungen nicht teilnehmen konnten, wird es im Dezember ein zweites Gespräch geben. Ich bin dankbar für diesen guten, sachlichen, ehrlichen, kritischen aber vor allem wichtigen Austausch. Eines steht auch fest: Die CDU hat und wird die Landwirte niemals im Stich lassen!

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