Wunsch nach mehr Verantwortung für die Region bei Ausschreibungen

Ich glaube es gibt kaum einen Menschen im Landkreis Nienburg, der nicht schon einmal in seinem Leben in einem Langreder Bus saß.

Dass es um die Bus-Branche nicht so gut gestellt ist, hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass dafür aber nicht nur die Pandemie verantwortlich ist, ist nicht allen bekannt. Aus diesem Grund habe ich mich mit der Familie Langreder, sowie dem neuen Vorsitzenden der CDU Steimbke Eckhard Heine, getroffen, um über die aktuelle Situation zu sprechen.


Von einst 90 Mitarbeitern hat Langreder derzeit noch etwa 65. Neben dem eingeschränkten Reiseverkehr durch die Corona-Pandemie, die Reisebusse plötzlich wertlos machte, machen Großunternehmen im Linienbereich des Busverkehres aus dem europäischen Ausland Probleme. In den zwingend vorgeschriebenen europäischen Ausschreibungsverfahren machen sie zuerst die heimische Konkurrenz durch Dumpingpreise kaputt, um einen Fuß in die Tür zu setzen – hat man dann die lokalen Unternehmen erst verloren, gibt es hier kein zurück mehr. Daneben erschwert die Bürokratie die Arbeit.

Friedrich-Wilhelm Langreder gab mir mit auf den Weg, dass er sich wünschen würde, dass man sich in den Verwaltungen bei den Ausschreibungen wieder mehr Verantwortung für die Region traut. Die besten Kriterien können nicht nur der Preis sein. Recht geb ich ihm!

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