ZU CORONA Ich bekomme derzeit häufiger die Frage, …

ZU CORONA Ich bekomme derzeit häufiger die Frage, wie ich zur aktuellen Situation und zum Umgang mit dem Coronavirus stehe und deshalb beziehe ich hier einmal Position und mache dies auch als Apell an die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises:

Die Meinungen im Umgang mit dem Virus und der Lungenkrankheit, die er auslöst, reichen von „ist nur eine Grippe und es wird total übertrieben“ bis „wir tun deutlich zu wenig“. So viel Spaß es jedoch auch macht Scherze über ausverkauftes Toilettenpapier und Nudeln zu machen, so ernst ist dennoch die Lage. Der Coronavirus ist keine einfache Grippe. Er verbreitet sich schneller als eine normale Grippe und führt viel häufiger dazu, dass Menschen intensiv behandelt werden müssen und auch versterben. Im weltweiten Vergleich zeigt sich bisher, dass wir in Deutschland unterdurchschnittlich viele Tote zu verzeichnen haben, doch damit das auch so bleiben kann und Menschen die intensive Behandlung erfahren können, die sich bei einem schweren Krankheitsverlauf brauchen, muss die exponentielle Ausbreitung des Viruses schnell gestoppt werden. Nur durch eine langsamere Ausbreitung bleibt unser Gesundheitssystem arbeitsfähig und wir retten dadurch Leben. Es geht hier nicht nur um die Leben von Infizierten sondern allen, die intensive medizinische Betreuung auch aufgrund anderer (Vor)Erkrankungen oder Unfällen brauchen. In Italien wird als traurige Realität deutlich, was passiert, wenn das Gesundheitssystem überlastet wird.

Nach bisherigem Kenntnisstand ist der Virus besonders für alte und bereits vorbelastete Menschen gefährlich – also unsere Eltern und Großeltern und Menschen mit verschiedenen Vorerkrankungen. Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig, dass hier niemand ignorant handelt und Anweisungen von Behörden missachtet, weil es ihm/ihr selbst gut geht. Menschen können symptomfrei krank sein und trotzdem ansteckend. Jede Person sollte in den kommenden Wochen und Monaten eine besondere, eigene Vorsicht walten lassen, was Hygiene, Etikette und Risikominimierung von Ansteckungen angeht und auch eine mögliche, angeordnete Haus-Quaratäne gewissenhaft einhalten. Panik ist hier aber Fehl am Platz. Wir brauchen Besonnenheit und Pragmatismus.